Pourquoi ne faut-il pas installer directement une lumière blanc froid dans la chambre d’enfant
Warum sollte man im Kinderzimmer kein kaltweißes Licht direkt einsetzen?
Bei der Planung der Beleuchtung im Kinderzimmer haben viele Eltern eine naheliegende Vorstellung: „Je heller das Licht, desto besser kann mein Kind sehen.“
Aus diesem Grund wird häufig im gesamten Raum eine kaltweiße Beleuchtung mit 6000K oder mehr installiert.
Aus professioneller Sicht der Lichtplanung sowie im Hinblick auf die visuelle Entwicklung von Kindern ist diese Vorgehensweise jedoch mit klaren Risiken verbunden und nicht zu empfehlen. Die wichtigsten Problembereiche lassen sich in zwei Punkte unterteilen.
1. Blaulichtbelastung: Kinderaugen reagieren empfindlicher auf hohe Farbtemperaturen
Lichtquellen mit hoher Farbtemperatur (in der Regel ≥6000K) gehen häufig mit einem erhöhten Blaulichtanteil einher. Blaulicht gehört zu den kurzwelligen, energiereichen Lichtanteilen und wirkt deutlich stärker auf die Netzhaut als warmes Licht.
Das visuelle System von Kindern ist noch nicht vollständig ausgereift. Ihre Augenlinse ist klarer, und die natürliche Fähigkeit, Blaulicht zu filtern, ist geringer als bei Erwachsenen.
Daher reagieren Kinderaugen bei gleicher Beleuchtungsstärke empfindlicher und nehmen eine höhere Menge an Blaulichtenergie auf als die Augen von Erwachsenen.
Eine langfristige Nutzung von Licht mit hoher Farbtemperatur kann zu folgenden Problemen führen:
- verstärkte visuelle Ermüdung
- trockene Augen und erhöhte Lichtempfindlichkeit
- spürbar reduzierter Sehkomfort
Genau aus diesem Grund sollte die Beleuchtung im Kinderzimmer nicht nach dem Prinzip „je weißer, desto besser“ gewählt werden.
2. Schlafstörung: Hochfarbiges Licht beeinflusst den biologischen Rhythmus
Kaltweißes Licht mit über 6000K ähnelt in seiner spektralen Zusammensetzung stark dem natürlichen Tageslicht zur Mittagszeit.
Wird ein Kind abends über längere Zeit diesem Licht ausgesetzt, kann das Gehirn falsche Signale erhalten.
- die Ausschüttung von Melatonin wird gehemmt
- das Gehirn interpretiert die Situation als Tageslicht
Die direkten Folgen zeigen sich häufig in:
- Einschlafschwierigkeiten
- häufigem nächtlichen Aufwachen
- einem flacheren und weniger erholsamen Schlaf
Langfristig kann eine verminderte Schlafqualität zudem Auswirkungen haben auf:
- die normale Ausschüttung des Wachstumshormons
- den körperlichen Entwicklungsrhythmus
- emotionale Stabilität und Konzentrationsfähigkeit
Diese Effekte treten nicht immer sofort auf, besitzen jedoch eine deutlich kumulative Langzeitwirkung.
Fazit
Das Ziel der Beleuchtung im Kinderzimmer sollte nicht darin bestehen, möglichst hell oder möglichst weiß zu sein, sondern vielmehr:
- angenehm und blendfrei zu wirken
- den biologischen Rhythmus des Kindes zu respektieren
- Sehgesundheit und Schlafqualität in Einklang zu bringen
Daher sollte im Kinderzimmer auf kaltweißes Licht mit hoher Farbtemperatur verzichtet werden, insbesondere als abendliche Hauptlichtquelle.










